Mailchimp vs ActiveCampaign – welches sollten Sie wählen?

· Preise geprüft 3. September 2026 · Nächste Prüfung 2. Dezember 2026

Bei einer Liste mit 2 500 Kontakten kosten die beiden gleich viel: 39,11 € und 39 €. Keiner der beiden speichert die Daten in der EU, bei den zwei üblichen Entscheidungskriterien steht es also unentschieden – und die Wahl hängt davon ab, was Sie mit dem Tool tatsächlich machen.

Mailchimp und ActiveCampaign landen aus einem ungewöhnlichen Grund im selben Vergleich: Bei einer mittelgroßen Liste sind sie die zwei teuersten Tools in unserem Vergleich, und keines speichert die Daten in der EU. Die zwei Dinge, die auf dieser Website normalerweise die Wahl entscheiden – Preis und Datenstandort –, unterscheiden die beiden also überhaupt nicht. Das macht die Seite kürzer und ehrlicher als die meisten: Es bleibt ein einziger echter Unterschied.

Kurze Antwort

Wählen Sie ActiveCampaign, wenn Sie Abläufe bauen, in denen sich die Nachricht nach dem Verhalten des Empfängers richtet. Bei einer Liste mit 2 500 Kontakten kostet es 39 €, also 11 Cent weniger als Mailchimp, und Sie bekommen für dasselbe Geld deutlich mehr Automatisierung.

Wählen Sie Mailchimp, wenn die Liste groß ist und Sie vor allem einen Newsletter brauchen. Bei 10 000 Kontakten beträgt der Unterschied 641 Euro im Jahr zugunsten von Mailchimp, und Sie können Monat für Monat zahlen – die Preisliste von ActiveCampaign nennt nur die jährliche Abrechnung.

Wählen Sie keines der beiden, wenn Sie jetzt anfangen und die Besonderheiten der beiden nicht brauchen. Sie sind die teuersten im Vergleich, und fünf andere Tools halten die Daten in der EU.

ActiveCampaign: 14 Tage ohne Karte testen

Keine kostenlose Version (14-tägige Testphase).

Runden aus den Daten

Fünf Punkte, aus der Quelle gelesen, nicht bewertet: Preis bei drei Listengrößen aus der Preisliste, Datenstandort aus der Datenschutzerklärung und Zustellbarkeitsfunktionen aus den Hilfeseiten. Gleicher Wert ist unentschieden.

RundeMailchimpActiveCampaignSieger
Preis bei 500 Kontakten / Monat11,30 €15 €Mailchimp
Preis bei 2 500 Kontakten / Monat39,11 €39 €ActiveCampaign
Preis bei 10 000 Kontakten / Monat95,59 €149 €Mailchimp
Daten in der EUNeinTeilweiseActiveCampaign
Zustellbarkeitsfunktionen aus den Hilfeseiten5/86/8ActiveCampaign

Runden: Mailchimp 2 – ActiveCampaign 3. Die Zahl der Runden ist keine Note: Eine Runde kann für Sie mehr wiegen als alle anderen zusammen.

Vergleichstabelle

ProgrammKostenlose Version500 Kontakte2 50010 000DSGVO-EinstellungenDaten in der EUDeutsche Oberfläche
MailchimpPreise ansehen250 Kontakte, 500 Nachrichten/Monat (Tageslimit 250)11,30 €39,11 €95,59 €JaNeinJaTesten
ActiveCampaign Unsere EmpfehlungPreise ansehenKeine kostenlose Version (14-tägige Testphase)15 €39 €149 €JaTeilweiseJaTesten

Preise ohne MwSt., bei monatlicher Abrechnung, sofern nicht anders angegeben.

  • Der Preis ist der Monatspreis der günstigsten kostenpflichtigen Stufe bei dieser Listengröße. Die Spalte Kostenlose Version zeigt, wann nichts zu zahlen ist.
  • ActiveCampaign: Die Preisliste nennt nur den Monatspreis bei jährlicher Abrechnung. Monatliche Abrechnung kostet mehr.
  • ActiveCampaign: Die kleinste verkaufte Liste umfasst 1 000 Kontakte, deshalb steht in der Spalte für 500 Kontakte dieser Preis.

Preise nebeneinander – und warum sie nicht vergleichbar sind

Beide berechnen den Preis nach der Kontaktzahl, beide in Euro, die Zahlen wirken also direkt vergleichbar. Eine Zeile in der Preisliste macht das zunichte.

KontakteMailchimpActiveCampaignUnterschied im Jahr
50011,30 €/Monat15 €/Monat44 €
2 50039,11 €/Monat39 €/Monat1 €
10 00095,59 €/Monat149 €/Monat641 €

Die günstigsten Bezahlstufen (Mailchimp Essentials, ActiveCampaign Starter), am 3.9.2026 aus den Preislisten gelesen (Mailchimp, ActiveCampaign), Monatspreise ohne Mehrwertsteuer. Die Werte für ActiveCampaign sind Monatspreise bei jährlicher Abrechnung – den Preis bei monatlicher Abrechnung nennt die Preisliste gar nicht –, und die kleinste verkaufte Liste umfasst 1 000 Kontakte, in der Zeile mit 500 Kontakten steht also der Preis für tausend. Der Wert für Mailchimp ist der Listenpreis nach Ablauf des Rabatts im ersten Jahr.

Die mittlere Zeile ist der Grund, warum es diese Seite gibt. 11 Cent Unterschied sind kein Unterschied. Ein Unentschieden ist es aber auch nicht, weil die Zahlen nicht dasselbe bedeuten: Die 39 Euro von ActiveCampaign binden Sie für ein Jahr, die 39,11 Euro von Mailchimp binden Sie an nichts. Für ein kleines Unternehmen hat die Jahresbindung einen realen Preis, wenn sich das Tool nach drei Monaten als das falsche herausstellt.

Bei einer großen Liste kehrt sich die Reihenfolge deutlich um. Bei 10 000 Kontakten verlangt ActiveCampaign 149 € und Mailchimp 95,59 €, die Differenz beträgt 641 Euro im Jahr. Die Preismodelle der beiden und die Zahlen aller sieben Tools nebeneinander: zwei Preismodelle.

Der einzige Unterschied, der wirklich entscheidet

Wenn Preis und Datenstandort keinen Unterschied machen, bleibt die Frage, was das Tool kann. Hier ist der Unterschied groß, und er lässt sich aus den Preislisten ablesen.

Die günstigste Starter-Stufe von ActiveCampaign begrenzt die Automatisierung auf fünf Aktionen pro Automatisierung und bietet keine bedingten Inhalte. Bedingte Inhalte gibt es ab der Plus-Stufe, Lead-Scoring ab der Pro-Stufe. Bei einer Liste mit 2 500 Kontakten bedeutet das 39 €, 95 € oder 149 € im Monat, je nachdem, wie weit Sie gehen wollen. Es gibt über 1 000 Integrationen.

Die Standard-Stufe von Mailchimp kostet bei derselben Listengröße 52,14 €, Essentials 39,11 €. Es gibt über 300 Integrationen – weniger als bei ActiveCampaign, aber Mailchimp ist der bekannteste Name am Markt, eine fertige Anbindung gibt es also für die meisten Onlineshop- und Publishing-Plattformen, und Anleitungen gibt es reichlich.

Als Faustregel: Wenn Sie Ihren Bedarf mit „Ich schicke meiner Liste einen Newsletter“ beschreiben, zahlen Sie bei ActiveCampaign für Funktionen, die Sie nicht nutzen. Lautet die Beschreibung „Wer auf die Preisseite geklickt hat, soll eine andere Nachricht bekommen als alle anderen“, reicht Essentials von Mailchimp nicht, und der eigentliche Vergleich ist Plus von ActiveCampaign gegen Standard von Mailchimp.

Kontaktzählung – bei einem neuen Konto dieselbe Falle bei beiden

Die Preisliste sagt, was tausend Kontakte kosten, aber nicht, was als Kontakt zählt – und bei diesen beiden hat sich die Antwort erst kürzlich geändert.

ProgrammGrundlage des PreisesZählt ein abgemeldeter Kontakt auf die GrenzeQuelle
MailchimpKontaktzahlJaeigener Leitfaden des Anbieters, gelesen 5. September 2026
ActiveCampaignKontaktzahlJa bei neuen Konteneigener Leitfaden des Anbieters, gelesen 5. September 2026

Die Regeln sind auf den eigenen Hilfeseiten der Anbieter gelesen. „Nicht gelesen“ heißt, dass sich die Regel in der Originalquelle nicht öffnen ließ – wir raten sie in keine Richtung.

  • Mailchimp. Ein abgemeldeter Kontakt zählt auf die Monatsgrenze, ebenso Nicht-Abonnenten, die auf anderem Weg ins Konto gelangt sind. Archivierte, bereinigte und gelöschte zählen nicht; die Rechnung zu senken erfordert also einen eigenen Arbeitsschritt: Kontakte müssen archiviert werden, nicht nur abgemeldet.
  • ActiveCampaign. Die Regel hängt vom Erstellungsdatum des Kontos ab. Der eigene Hilfeartikel von ActiveCampaign gibt zwei Antworten: Bei Konten, die am 3.11.2025 oder später erstellt wurden, zählen alle Kontakte unabhängig vom Status auf die Grenze, also auch Abgemeldete, Unbestätigte und Bounces; bei Konten vom 2.11.2025 oder früher nur die aktiven. Ein neues Konto fällt in diesem Vergleich also in dieselbe Gruppe wie Mailchimp. Die Hilfeseite öffnet sich nur im Browser (HTTP 403); der Text wurde am 5.9.2026 über die eigene Schnittstelle des Hilfecenters gelesen.

Bei Mailchimp zählt ein abgemeldeter Kontakt zum Monatslimit, bis er eigens archiviert wird. Bei ActiveCampaign hängt die Regel vom Erstellungsdatum des Kontos ab: Bei Konten, die am 3.11.2025 oder später angelegt wurden, zählen alle Kontakte unabhängig vom Status zum Limit, bei älteren nur die aktiven.

Wenn Sie jetzt ein Konto eröffnen, richtet sich die Rechnung also bei beiden nach der Historie der Liste statt nach ihrer aktuellen Größe, und wer sie senken will, braucht einen eigenen Arbeitsschritt. Bei einem alten ActiveCampaign-Konto sieht es anders aus – gut zu wissen, wenn Sie Ihre Rechnung mit den Erfahrungen anderer vergleichen. Die Regeln aller sieben Anbieter nebeneinander: so werden Kontakte gezählt.

Zustellbarkeit: Omnivore gegen Engagement Management

Die Zustellbarkeit messen wir nicht selbst. Unten finden Sie zwei Dinge: die Tooltester-Reihe 2017–2024 als Rückblick – sie endete im Januar 2024, und die Quelle steht nicht mehr hinter ihrer Methode – und acht Punkte aus den Hilfeseiten der Anbieter, die die aktuelle Grundlage dieses Vergleichs bilden.

ProgrammLetzteDurchschnittSpanneSpanne (PP)
Mailchimp89,5 %87,6 %81,6–95,5 %13,9
ActiveCampaign94,2 %90,8 %73,0–97,0 %24,0

Tooltester beendete die Reihe mit der Runde im Januar 2024 und erklärte im August 2026, warum: Die Testlisten erwiesen sich als unzuverlässig, und die Anbieter begannen, dafür zu optimieren. Die Zahlen sind also Historie, keine Messung der heutigen Zustellbarkeit.

Quelle: Zustellbarkeitstest von Tooltester, 12 Runden 8/2017–1/2024. Rund 80 Testadressen, 28 Anbieter, geteilte IP-Adressen. Durchschnitt aller Plattformen in der letzten Runde 83,1 %. Durchschnitt und Spanne aus den veröffentlichten Runden berechnet.

Zustellbarkeitsfunktionen laut Hilfeseiten

Acht Punkte, am 13. September 2026 auf den eigenen Hilfeseiten des Dienstes gelesen. Das ersetzt die Prozentwerte als Kaufgrundlage: Eine Funktion lässt sich prüfen und datieren, ein Testlistenergebnis nicht mehr. Jede Zelle verlinkt auf den Artikel, in dem sie gelesen wurde.

ProgrammSPF/DKIM/DMARC-Einträge aus der AppDMARC-AnleitungBounce und Beschwerde werden automatisch entferntZustellbarkeits-Messgerät in der AppEingebaute ListenbereinigungGekaufte Listen verbotenEigene IP und Warm-upZustellbarkeitsteam
ActiveCampaignJaJaJaNeinJaJaJa–
MailchimpJaJaJa–JaJa––

Ja = die Hilfeseite beschreibt die Funktion. Nein = die Hilfeseite sagt, dass sie fehlt, oder verweist auf ein externes Tool. – = auf den Hilfeseiten nicht gefunden; das heißt nicht, dass die Funktion fehlt.

Im Rückblick: In der Tooltester-Reihe lag der Durchschnitt von ActiveCampaign bei 90,8 % und der von Mailchimp bei 87,6 %, dafür hatte Mailchimp von den fünf verglichenen Tools die geringste Spannweite. Die Reihe endete im Januar 2024.

Laut den Hilfeseiten bereinigen beide automatisch, aber an unterschiedlicher Stelle. Omnivore von Mailchimp prüft die Adressen vor dem Versand und stoppt den Versand an riskante Adressen; Engagement Management von ActiveCampaign entfernt inaktive Kontakte im Nachhinein. Eine eigene IP gibt ActiveCampaign auf jeder Stufe für eine Liste mit 100 000 Kontakten, die Hilfeseite von Mailchimp erwähnt keine. Eine Zustellbarkeitsanzeige für ein normales Konto beschreibt keiner der beiden – die ABU-Messwerte von ActiveCampaign sehen nur Reseller.

Ob E-Mails ankommen, liegt trotzdem größtenteils in der Verantwortung des Absenders – Authentifizierung, Listenqualität und Versandhäufigkeit: was Gmail und Yahoo vom Absender verlangen.

Datenstandort: Hier gibt es keinen Gewinner

Von den sieben Tools in unserem Vergleich speichern fünf die Listendaten in der EU. Diese beiden sind die, die es nicht tun.

Mailchimp gehört zum US-Konzern Intuit. Die Datenschutzerklärung von ActiveCampaign nennt Übermittlungen in die USA, nach Australien, Irland, Brasilien und Costa Rica. Beide Übermittlungen sind rechtmäßig und stützen sich auf das Datenschutzrahmenwerk oder Standardvertragsklauseln, müssen aber samt Übermittlungsgrundlage in Ihrer eigenen Datenschutzerklärung stehen. Beides am 3.9.2026 aus den Datenschutzerklärungen der Anbieter gelesen.

Deshalb ist keines der beiden die falsche Wahl. Es bedeutet aber, dass bei beiden ein Arbeitsschritt zum Preis dazugehört, den Sie bei einem EU-Anbieter nicht haben – und dass Sie auf der falschen Seite sind, wenn Sie diese beiden gerade wegen des Datenstandorts vergleichen. Was Sie prüfen und festhalten sollten: E-Mail-Marketing und DSGVO.

Kostenlose Versionen: Eines hat keine

Die kostenlose Version von Mailchimp umfasst 250 Kontakte und 500 Nachrichten im Monat, das Tageslimit liegt bei 250 Nachrichten. Das reicht zum Ausprobieren, aber nicht, um eine Liste aufzubauen. ActiveCampaign hat gar keine kostenlose Version, sondern nur eine 14-tägige Testphase.

Wenn die Größe der kostenlosen Version das Auswahlkriterium ist, ist keines der beiden die Antwort. EmailOctopus bietet 2 500 Abonnenten und 10 000 Nachrichten im Monat, ohne dass Sie etwas bezahlen. Alle sieben nebeneinander: kostenloses E-Mail-Marketing.

Die dritte Alternative ist in diesem Vergleich stark

Auf den meisten vs-Seiten ist die dritte Alternative ein Randhinweis. Hier ist sie die Hauptempfehlung: Bei einer Liste mit 2 500 Kontakten sind diese beiden die teuersten im Vergleich, und fünf andere Tools halten die Daten in der EU.

Wenn Sie einen Newsletter brauchen, verlangt Brevo für 2 500 Kontakte 21 € und EmailOctopus 16 €, beide mit Daten in der EU. Wenn Sie schon bei Mailchimp sind und überlegen, wohin Sie wechseln, haben wir die Ersparnisse gesondert ausgerechnet: Mailchimp-Alternativen. Und wenn Sie die gewohnte Arbeitsweise günstiger haben wollen, vergleicht MailerLite vs Mailchimp genau diese Richtung.

Welches zu Ihnen passt

ActiveCampaign

Mehrstufige Automatisierung und Lead-Scoring – keine kostenlose Version

Am besten, wenn: Mehrstufige Automatisierung, Segmentierung und Sales-Pipeline in einem

Nicht geeignet, wenn: Sie haben eine kleine Liste und einen einfachen Newsletter – Sie zahlen für Funktionen, die Sie nicht nutzen

Kostenlose Version: Keine kostenlose Version (14-tägige Testphase) · ab 15 €/Monat (500 Kontakte)

14 Tage ohne Karte testen Bewertung lesen →

Gut

  • Über 1 000 Integrationen (ActiveCampaigns eigenes Verzeichnis)
  • Bedingte Inhalte ab dem Plus-Tarif, Lead-Scoring im Pro-Tarif

Schlecht

  • Wird steil teurer: 149 € bei 10 000 Kontakten, während Brevo 28 € verlangt
  • Der günstigste Starter-Tarif begrenzt die Automatisierung auf fünf Aktionen und hat keine bedingten Inhalte
  • Preisliste nur mit jährlicher Abrechnung – den Monatspreis erfahren Sie erst nach dem Anlegen eines Kontos
  • Keine kostenlose Version

Mailchimp

Am teuersten bei 2 500 Kontakten, und die Daten bleiben nicht in der EU

Am besten, wenn: Teams, die Mailchimp bereits nutzen und ihre Integrationen darauf aufgebaut haben

Nicht geeignet, wenn: Sie fangen jetzt an: Für dasselbe Geld bekommen Sie anderswo deutlich mehr

Kostenlose Version: 250 Kontakte, 500 Nachrichten/Monat (Tageslimit 250) · ab 11,30 €/Monat (500 Kontakte)

Kostenlos starten – 250 Kontakte Bewertung lesen →

Gut

  • Über 300 Integrationen
  • Bekannter Name mit reichlich Anleitungen und Leuten, die damit umgehen können

Schlecht

  • Am teuersten im Vergleich: 39,11 € bei 2 500 Kontakten, während Brevo 21 € verlangt
  • Kostenlose Version mit 250 Kontakten und 500 Nachrichten im Monat – praktisch nur zum Ausprobieren
  • Der Preis steigt nach dem Rabatt im ersten Jahr
  • Überschreitungsgebühren, wenn die Kontakt- oder Versandgrenze überschritten wird
  • Amerikanischer Intuit-Konzern: Die Übermittlung aus der EU stützt sich auf das Datenschutzrahmenwerk

Häufige Fragen

Was ist günstiger, Mailchimp oder ActiveCampaign?
Das hängt von der Listengröße ab, und bei einer mittelgroßen Liste gibt es praktisch keinen Unterschied. Bei 2 500 Kontakten kostet Mailchimp 39,11 € und ActiveCampaign 39 € im Monat – der Unterschied beträgt 11 Cent. Bei 10 000 Kontakten ist Mailchimp deutlich günstiger, 95,59 € gegenüber 149 €, also 641 Euro im Jahr. Bei der kleinsten Liste hinkt der Vergleich: ActiveCampaign verkauft Listen erst ab 1 000 Kontakten, für 500 Adressen zahlen Sie also den Preis für tausend, nämlich 15 €, während Mailchimp 11,30 € verlangt. Die Zahlen sind Monatspreise ohne Mehrwertsteuer, am 3.9.2026 aus den Preislisten gelesen.
Sind die Preise überhaupt vergleichbar?
Nicht ganz, und zwar zuungunsten von ActiveCampaign. Die Preisliste von ActiveCampaign zeigt nur den Monatspreis bei jährlicher Abrechnung; den Preis bei monatlicher Abrechnung erfährt man erst, wenn man ein Konto anlegt. Bei Mailchimp ist es der Preis bei monatlicher Abrechnung. Wenn Sie also 39 Euro mit 39,11 Euro vergleichen, vergleichen Sie einen Preis mit Jahresbindung mit einem, den Sie Monat für Monat zahlen. Auch der Wert für Mailchimp hat einen Vorbehalt: Er ist der Listenpreis nach Ablauf des Rabatts im ersten Jahr.
Wer hat die bessere Automatisierung?
ActiveCampaign, und bei einer mittelgroßen Liste kostet das praktisch nichts extra. Laut Preisliste von ActiveCampaign gibt es bedingte Inhalte ab der Plus-Stufe und Lead-Scoring ab der Pro-Stufe; die günstigste Starter-Stufe begrenzt die Automatisierung auf fünf Aktionen pro Automatisierung. Bei 2 500 Kontakten kostet Starter 39 €, Plus 95 € und Pro 149 €. Die Standard-Stufe von Mailchimp kostet bei derselben Listengröße 52,14 €. Wie bedienfreundlich die Editoren sind, bewerten wir bei keinem der beiden, weil sich das nicht aus der Dokumentation ablesen lässt.
Wo liegen die Daten?
Bei keinem der beiden in der EU, und das ist das seltenste Merkmal in diesem Vergleich. Mailchimp gehört zum US-Konzern Intuit und übermittelt personenbezogene Daten in Drittländer. Die Datenschutzerklärung von ActiveCampaign nennt Übermittlungen in die USA, nach Australien, Irland, Brasilien und Costa Rica. In beiden Fällen ist die Übermittlung rechtmäßig und stützt sich auf das Datenschutzrahmenwerk oder Standardvertragsklauseln, muss aber in Ihrer eigenen Datenschutzerklärung stehen. Die fünf anderen Tools im Vergleich halten die Liste in der EU. Die Angaben haben wir am 3.9.2026 aus den Datenschutzerklärungen der Anbieter gelesen.
Zählen abgemeldete Kontakte beim Preis mit?
Bei einem neuen Konto bei beiden ja. Laut der Hilfeseite von Mailchimp zählt ein abgemeldeter Kontakt zum Monatslimit, bis er eigens archiviert wird. Bei ActiveCampaign hängt die Regel vom Erstellungsdatum des Kontos ab: Bei Konten, die am 3.11.2025 oder später angelegt wurden, zählen alle Kontakte unabhängig vom Status zum Limit, bei älteren nur die aktiven. Wenn Sie jetzt ein Konto eröffnen, wächst die Rechnung also bei beiden mit der Historie der Liste, und dass sich Leute abmelden, senkt sie nicht. Die Regeln haben wir am 5.9.2026 aus den Hilfeseiten der Anbieter gelesen.
Wer hat die bessere Zustellbarkeit?
Laut den Hilfeseiten bereinigen beide die Liste automatisch, aber auf unterschiedliche Weise: Omnivore von Mailchimp prüft importierte Adressen vor dem Versand, Engagement Management von ActiveCampaign entfernt inaktive Kontakte im Nachhinein. ActiveCampaign gibt einer Liste mit 100 000 Kontakten eine eigene IP; die Hilfeseite von Mailchimp erwähnt keine eigene IP. In der Tooltester-Reihe 2017–2024 lag der Durchschnitt von ActiveCampaign bei 90,8 % und der von Mailchimp bei 87,6 %. Die Reihe ist aber beendet, und die Quelle steht nicht mehr dahinter.
Sollte ich eines der beiden wählen, wenn ich jetzt anfange?
Eher selten. Bei einer Liste mit 2 500 Kontakten sind diese beiden die zwei teuersten im Vergleich, und keines hält die Daten in der EU. Wenn Sie mehrstufige Automatisierung und eine Vertriebspipeline brauchen, ist ActiveCampaign seinen Preis wert. Wenn Sie einen Newsletter versenden, bekommen Sie für dasselbe Geld anderswo mehr: Brevo verlangt für 2 500 Kontakte 21 € und EmailOctopus 16 €, und beide speichern die Daten in der EU. Dass hier genau diese zwei verglichen werden, liegt nur daran, dass viele bereits eines von beiden nutzen.

Werbelink

Mehr dazu